Kosten

Factoring-Angebot prüfen: eigene Konditionen einordnen

Tragen Sie Werte aus einem konkreten Angebot ein. Der Rechner zeigt Kostenquote, laufende Kosten und vorfinanzierten Betrag, ohne ein Angebot zu bewerten.

Benjamin Bohrmann Redaktion: Benjamin Bohrmann  |  Zuletzt fachlich geprüft: 1. Juni 2026
Rechengrafik zum Factoring-Kosten-Rechner mit Angebotswerten, Berechnungsmodul und neutraler Ergebnisübersicht für Kostenquote, laufende Kosten und vorfinanzierten Betrag.
Kurz gesagt
Mit diesem Rechner prüfen Sie die Werte aus Ihrem konkreten Factoring-Angebot. Er bildet zwei Abrechnungsmodelle ab, Einzelkosten und All-In-Gebühr, und gibt Kostenquote, laufende Jahreskosten und durchschnittlich vorfinanzierten Betrag aus. Es werden keine Marktwerte behauptet, kein Angebot bewertet und nichts gespeichert oder übertragen.
Abrechnungsmodell
Ihre Werte
Der Umsatz, der über das Factoring abgewickelt wird, nicht zwingend der gesamte Jahresumsatz.
Tage
Wie lange Rechnungen im Schnitt offen sind. Basis für die Zinsberechnung.
%
Anteil der Rechnungssumme, der sofort ausgezahlt wird. Der Rest fließt als Restzahlung nach Kundenzahlung.
%
Auf den Factoring-Umsatz. Vergütet Service, Risiko und Verwaltung.
%
Wird nur auf den vorfinanzierten Betrag und das tatsächliche Zahlungsziel berechnet.
Falls die laufenden Kosten darunter liegen, wird die Mindestgebühr angesetzt.
Ergebnis
Kostenquote
Angesetzte laufende Kosten in Prozent des Factoring-Umsatzes.
Laufende Kosten p.a.
Mindestgebühr greift: Die laufenden Kosten wurden auf die angegebene Mindestgebühr angehoben.
Kosten erstes Jahr inkl. Einrichtung
All-In-Kosten p.a.
Factoring-Gebühr p.a.
Zinskosten p.a.
Prüfkosten p.a.
Grundgebühren p.a.
Einrichtungsgebühr einmalig
Durchschnittlich vorfinanzierter Betrag
Durchschnittlicher Sicherheitseinbehalt

Beispielwerte, keine Marktkonditionen. Die voreingestellten Werte sind Beispielannahmen und ersetzen kein konkretes Angebot.

Die Berechnung läuft im Browser. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.

Der Rechner bewertet kein Angebot als günstig oder teuer.

So nutzen Sie den Rechner

Der Rechner ist als Werkzeug für eigene Angebotswerte gedacht. Er rechnet keine marktüblichen Konditionen aus, sondern bildet die Logik nach, mit der Factoring-Anbieter ihre Kosten kalkulieren. Vier Schritte führen zum Ergebnis.

  1. Abrechnungsmodell wählen

    Im Angebot prüfen, ob Gebühr, Zins und Nebenkosten getrennt ausgewiesen sind (Einzelkosten) oder ein einziger Prozentsatz auf den Umsatz angegeben ist (All-In-Gebühr).

  2. Werte aus dem Angebot eintragen

    Factoring-Umsatz, Zahlungsziel, Vorauszahlungsquote und die im Angebot genannten Sätze einsetzen. Optionale Felder nur ausfüllen, wenn sie im Angebot stehen.

  3. Ergebnis prüfen

    Die Kostenquote zeigt, welcher Prozentsatz vom Factoring-Umsatz als laufende Kosten anfällt. Die Einzelpositionen darunter machen sichtbar, woraus sich diese Quote zusammensetzt.

  4. Mit den Kostenfaktoren einordnen

    Welche Stellschrauben die Kalkulation eines Factors beeinflussen, ist auf Kostenfaktoren systematisch dargestellt. Sie helfen, ein Ergebnis aus dem Rechner mit dem eigenen Angebot abzugleichen.

Welches Abrechnungsmodell trifft auf Ihr Angebot zu

Factoring-Angebote werden in zwei Kalkulationsformen gestellt. Welche Form vorliegt, steht im Angebot unter den Konditionen.

Einzelkosten
  • Factoring-Gebühr und Factoringzins getrennt ausgewiesen
  • Nebenkosten wie Prüfkosten, Grundgebühr, Einrichtungsgebühr meist separat
  • Transparente Sicht auf alle Bausteine
  • Im Rechner: Modell „Einzelkosten“ wählen, alle relevanten Felder ausfüllen
All-In-Gebühr
  • Ein Prozentsatz auf den Factoring-Umsatz
  • Mehrere Kostenbestandteile pauschal zusammengefasst, Umfang je nach Angebot
  • Einfacher zu kalkulieren, weniger transparent in den Bausteinen
  • Im Rechner: Modell „All-In-Gebühr“ wählen, Prozentsatz eintragen
Bei All-In genau prüfen
Bei einer All-In-Gebühr ist nicht immer klar, welche Leistungen enthalten sind. Im Angebot prüfen, ob Zins, Delkredere, Debitorenprüfung, Mahnwesen, Einrichtungs- und Mindestgebühren enthalten sind oder zusätzlich anfallen.

Was die Eingabefelder bedeuten

Die wichtigsten Begriffe in Kurzform. Eine vollständige Einordnung der Kostenbestandteile steht auf Factoring-Kosten.

Vorauszahlungsquote
Anteil der Rechnungssumme, der vom Factor sofort ausgezahlt wird. Der Restbetrag wird als Sicherungseinbehalt zurückgehalten und nach Zahlung des Kunden ausgekehrt.
Factoring-Gebühr
Servicegebühr in Prozent des Factoring-Umsatzes. Vergütet Risikoübernahme, Forderungsverwaltung und das Forderungsmanagement.
Factoringzins p.a.
Zinssatz auf den vorfinanzierten Betrag. Wirkt nur über das tatsächliche Zahlungsziel und die Vorauszahlungsquote, nicht auf den vollen Umsatz.
All-In-Gebühr
Pauschalsatz auf den Factoring-Umsatz, in dem mehrere Kostenbestandteile zusammengefasst sind. Einfache Kalkulation, geringere Transparenz über die einzelnen Bausteine.
Mindestgebühr p.a.
Untergrenze für die laufenden Kosten eines Jahres. Liegen die berechneten Kosten darunter, wird die Mindestgebühr angesetzt.
Einrichtungsgebühr
Einmalige Gebühr für die Einrichtung des Factoring-Vertrags. Wird im Rechner separat ausgewiesen und in die Kosten des ersten Jahres eingerechnet.

Was die Kostenquote aussagt

Die Kostenquote setzt die angesetzten laufenden Jahreskosten ins Verhältnis zum Factoring-Umsatz. Sie ist die zentrale Kennzahl, um zwei Angebote vergleichbar zu machen, weil sie alle laufenden Bestandteile zusammenführt.

Wer nur die Factoring-Gebühr oder nur den Zinssatz vergleicht, übersieht regelmäßig Bestandteile wie Prüfkosten, Grundgebühren oder Mindestgebühren. Die Kostenquote macht diese Bestandteile in einer einzigen Zahl sichtbar.

Was die Quote im konkreten Fall bedeutet, hängt von der Marge, dem Zahlungsziel und der Risikolage des Unternehmens ab. Eine pauschale Aussage „ab welcher Quote günstig oder teuer“ liefert der Rechner bewusst nicht.

Grenzen des Rechners

Wichtig
Der Rechner ist eine Modellrechnung mit den eingetragenen Werten. Er bewertet kein Angebot, behauptet keine Marktwerte und ersetzt keine Kalkulation eines Anbieters.

Was der Rechner nicht abbildet:

  • Bonitätseinstufung und Konzentrationsabschläge auf einzelne Debitoren
  • Sondergebühren bei Rechnungsstreit, Gutschriften, Mahnverfahren oder Rückbelastungen
  • Vertragsbindungen wie Mindestlaufzeit, Andienungspflicht oder Debitorenlimits
  • Schwankungen im Zahlungsverhalten der Kunden
  • Steuerliche und bilanzielle Effekte des Forderungsverkaufs

Eine nachvollziehbare Berechnung an einer einzelnen Forderung zeigt das Rechenbeispiel. Wer den Liquiditätseffekt isoliert betrachten möchte, kann den durchschnittlich vorfinanzierten Betrag im Ergebnisbereich des Rechners als Orientierung nutzen.

Häufige Fragen

Berechnet der Rechner marktübliche Konditionen?

Nein. Der Rechner verarbeitet ausschließlich die Werte, die eingetragen werden. Die voreingestellten Werte sind Beispielannahmen für die Erstanzeige und keine Marktwerte. Marktkonditionen hängen von Branche, Umsatz, Bonität, Debitorenstruktur und Vertragsumfang ab und sind nur über ein konkretes Angebot belastbar.

Wie funktioniert die Berechnung bei einer All-In-Gebühr?

Das Modell „All-In-Gebühr“ wählen und den Prozentsatz aus dem Angebot eintragen. Optionale Felder für Zahlungsziel und Vorauszahlungsquote sind für die Kostenrechnung nicht erforderlich, ergänzen aber die Anzeige des vorfinanzierten Betrags.

Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es gibt keine Speicherung der Eingaben, kein Cookie, kein LocalStorage und keine Übertragung an einen Server.

Warum verändert die Vorauszahlungsquote die Zinskosten?

Der Factoringzins wirkt nur auf den vorfinanzierten Betrag, nicht auf den vollen Umsatz. Eine höhere Vorauszahlungsquote erhöht den Betrag, der über das Zahlungsziel vorfinanziert wird, und damit die Zinsbasis.

Worin unterscheidet sich der Rechner von einer Einzelrechnung?

Eine Einzelrechnung führt eine konkrete Forderung Schritt für Schritt durch und zeigt Vorschuss, Sicherungseinbehalt, Gebühr, Zins und Restzahlung mit festen Zahlen. Der Factoringrechner arbeitet auf Jahresbasis mit dem gesamten Factoring-Umsatz und ist für die Übersetzung eigener Angebotswerte in eine Jahres-Kostenquote gedacht.